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Erlebniswelt Land und Leute

Die Seele der Mecklenburger ist tief und von außen schwer ergründlich. Der Mecklenburger trägt sein Herz nicht auf der Zunge. Die Geschichte hat ihn gelehrt stoisch sehn Tagwerk zu vollbringen, getreu der Maxime „Lass die man reden, wir machen unsern Kram“. So wird ihm eine gepflegte Distanz zum Rest der Welt nachgesagt, was nicht heißt, dass er sich für den Lauf der Dinge außerhalb seiner Reichweite nicht interessiert. Sein Naturell ist nur für die Beteiligung an schnelllebigen Trends denkbar schwach disponiert. So wartet er ab, was sich als gut herausstellt, bevor er es durchsetzt. Dabei bringt er durchaus im Stillen große Leistungen hervor wie Otto Lilienthal, dessen Experimentierfreude an Flugapparaten die Grundlagen für das erste steuerbare Flugzeug der Gebrüder Wright lieferte. Oder Siegfried Marcus aus Malchin, der 1870 noch vor G. Daimler und K.F. Benz das erste Benzinauto konstruierte. Oder Alexander Behm, der 1913 das Echolot erfand, das bald auf allen Weltmeeren zur Tiefenmessung und Ortung von Fischschwärmen zum Einsatz kam.

Ob an der Küste oder im Binnenland – das prägende Element des Mecklenburgers ist das Wasser. Davon gibt es hier reichlich. Es zu überwinden, bildete seit jeher die Grundmotivation eines jeden Vorankommens. Und so hat das Land unerschrockene Seefahrer hervorgebracht, die in Kombination mit kaufmännischem Geschick fast 400 Jahre Handel und Politik im Ostseeraum dominierten, was freilich nicht auf allseitige Zustimmung stieß. Auf Intervention fremder und hiesiger Landesfürsten wendete man sich anderen Politikmodellen zu. In Mecklenburg führte das zur Konjunktur der kleinen Landadelsgeschlechter, der wir zwar eine Unzahl von Schlössern und Herrenhäusern und viele agrartechnische Innovationen verdanken, aber auch das Beharren auf feudaler Tradition, was fortschrittlichen gesellschaftlichen Ideen nicht sonderlich zuträglich war. Während man im übrigen Deutschland im Zuge der Industrialisierung zur bürgerlichen Verfassung überging, lebte die Mehrzahl der Mecklenburger weiterhin in Leibeigenschaft und bitterer Armut.

Dennoch hat Mecklenburg viele herausragende Geister hervorgebracht, die ihren Teil dazu beitrugen, die Welt zu verändern. Etwa Heinrich Schliemann, der an seinem Traum festhielt und der Welt Troja zurück brachte oder Caspar David Friedrich, der die romantischen Ideale seiner Zeit meisterhaft visualisierte. Die entsprechenden Motive fand er hier in Hülle und Fülle. Auch andere kreative Köpfe, ob Maler oder Schriftsteller suchten und fanden in der Landschaft und den Menschen ihre Inspiration: Ernst Barlach, Fritz Reuter, Hans Fallada, Gerhard Hauptmann, Uwe Johnson, Christa Wolf, … - ob einheimisch oder zugezogen, in diesem Land liegt die Ruhe, die Kraft gibt für große Taten.

Im Folgenden möchten wir Ihnen einige Zeitzeugen aus Geschichte und Gegenwart vorstellen und Ihr Interesse an Land und Leuten in der Mecklenburgischen Schweiz und Vorpommerschen Flusslandschaft wecken.
Wir laden Sie in unsere schöne Region ein - kommen Sie und entdecken selbst die Erlebniswelt Land und Leute ... >>hier

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